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Die 120er Feier - ein individualisiertes Interaktionskonzept

madebyhand ist ja nicht dafür bekannt private Feiern durchzuführen – außer in besonderen Fällen. Der 21. Mai 2022 war so ein Fall...


Ausgangslage

Die wegen Corona mehrfach verschobene Familienfeier zum 60. Geburtstag wurde nun von den Ehepartner Elke und Thomas zu einer 120er Feier zusammengelegt und mit 100 Gästen endlich fest für 2022 geplant. Dafür wurde das moderne Hotel und Restaurant zum Löwen in Eimeldingen exklusiv gebucht.


Zielgruppe

Besonders und rührend war die Gästeliste:. Hier tummelten sich Menschen, die die beiden Jubilare in unterschiedlichen Lebensphasen kennengelernt hatten. Vom Kindergarten über die Studienzeit, Beruf und Sportfreunde, aus unterschiedlichen Nationen und unterschiedlichen Alters. Die Zielgruppe war sehr heterogen aber vereint darin, dass sie alle einen Platz im Herzen von Elke und Thomas hatten.


Ziel

Das Paar war sich sicher:

"unsere Freunde verbindet ein Band, selbst wenn Sie sich untereinander nicht kennen."
"am liebsten würde ich bei meiner Ansprache alle vorstellen und miteinander bekanntmachen, aber dann würden wir bis tief in die Nacht herumstehen."

Strategie

madebyhand wurde also angefragt eine spezielle Interaktion zu entwickeln, bei dem sich möglichst viele der Gäste untereinander kennenlernen und Zeit miteinander verbringen.

Die Interaktion sollte natürlich wirken und nicht aufgesetzt wirken.


Umsetzung

madebyhand initiierte eine Kooperation mit den engen Partnern von Breakout Basel – dem Escape Room Betreiber und Team von „Rätseltüftlern“ und Teamevent-Spezialisten.

Der Prozess war mehrstufig.


Beim Einlass erwartete die Gäste zum Apéro eine Welcome-Werkstatt.

Als Namensschilder lagen dort verschieden farbige Buttons aus. Beiliegend gaben Flyer eine Legende vor: Die Farben waren zugeordnet zur Lebensphase, in dem die Person Elke und Thomas kennengelernt haben. So war der eigene Name nach kurzer Überlegung schnell gefunden – man suchte innerhalb der Farbe. Gleichzeitig konnte man unbekannte Personen anhand der Farbe der Buttons den Menschen zuordnen – so wurde Kontext zu jeder Person mitgeliefert und erleichterte den Gesprächseinstieg.



Ansprechend gestaltet gab es in der Welcome Werkstatt auch handfeste Interaktion: Symbol-Stempel, verschieden farbige Stempelkissen und Holzchips lagen aus. Die Aufgabe für jeden Gast war es eine Handvoll Holzchips mit frei wählbaren Symbolen zu stempeln und in einem Stoffbeutel mitzunehmen.






Die Symbole standen für Interessensgebiete der Gäste. Vom Langschläfer über den Musikaktivist bis zum Weinliebhaber konnte man wählen, was einen selbst am besten charakterisierte. Dass die Holzchips später als Spielechips verwendet werden, wurde an dieser Stelle noch nicht aufgelöst.



Eyecatcher über der Welcome Werkstatt war ein eigens produziertes hochauflösendes Paar-Foto der Gastgeber, zusammengesetzt aus Mosaik-Bildern aller Gäste, die an dem Abend anwesend waren.



Die Ansprache

Thomas, mit Elke in einem Arm und einem Sektglas in der anderen Hand, richtete in einer unaufgeregten und sehr freundschaftlichen Ansprache das Wort an seine Gäste. Unterbrochen von häufigem Gelächter und Applaus würdigte er die Gelegenheit der Feier und den Moment, den alle zusammen verbrachten. Zum Ende übergab er das Wort an Benjamin, einem der Spielleiter von Breakout Basel, die die Spielregeln der nächsten Stunde verkündeten:


Die Buttons – so Benjamin – beinhalten eine Zahl, die wohlvorbereitete Gruppenzusammensetzung von fast vollständig unbekannter Zusammensetzung ermöglichte. 17 Gruppen mit 5-6 Teilnehmern sammelten sich und wurden an die in der ganzen Location vorbereiteten Stehtische geführt.



Das Spiel beginnt

Auf den Stehtischen befand sich eine mit mehreren Schlössern versiegelte Holzkiste. Nach klassischer Escape-Room-Manier musste die Kiste im Team anhand von Requisiten und Hinweisen geöffnet werden. Nach diesem „Warm up“ aufgewärmt befanden sich in der Kiste Frage-Karten. Jeder erhielt 4 Karten und musste sie der Reihe nach ausspielen und einen beliebiges Gruppenmitglied bestimmen, der sie beantworten muss. Die Fragen waren intelligent gestellt und lieferten großartigen Gesprächsstoff.


Flunker-Geschichten

Nach diesem Spiel ging es zum Höhepunkt. Alle Gruppenmitglieder mussten ihr Namensschild in die Kiste geben, mischen und einen anderen ziehen. Somit war Marcus zum Beispiel plötzlich Sabrina – anhand der Button-Farbe anscheinend eine Kindergarten Freundin der des Gastgebers. Die Aufgabe war nun eine Flunker-Geschichte zu erfinden, wie Sabrina wohl den Gastgeben damals kennengelernt hatte. Flunkern und Kreativ sein war erwünscht. So ging es Reihum, bis zum Ende hin die Namensschilder wieder zurückgetauscht wurden und die Geschichten aufgelöst wurden. Gelächter, Staunen, Gute Gespräche waren das Ergebnis und 5 neue Gesichter, die man und gutes Stück besser kennengelernt hatte.



In einer zweiten Kurz-Runde wurden die Gruppen anhand eines zweiten Codes auf dem Button getauscht und die Flunker-Geschichten erneut erzählt.

So wurde erzielt, dass jeder Gast mindestens 10 unbekannte Personen beim anschließenden Dinner und der Party kennengelernt hatte.

Das Feedback und vor allem die Auswertung der Fotobooth war fantastisch und rührte die Gastgeber sehr. Gruppen, die ohne diesen Event nie zusammengefunden hätten, lagen sich auf den Fotos in den Armen und feierten miteinander.


Kern von Live-Kommunikation ist es Botschaften in tatsächlich erlebbare Ereignisse zu verwandeln. Unsere Maßnahme hat dieses Ziel an diesem Abend nicht nur erreicht, sondern weit übertroffen.

Kunde: privat Projekt: 120er Feier Datum: Mai 2022

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